Lieben und Essen ?

Veröffentlicht von Franz am

Lieben oder Essen? Wenn es um Tiere geht, ziehen wir eine Grenze zwischen „Haustieren” und „Nutztieren”. Doch ist es überhaupt angemessen, hier zu unterschieden – die einen zu lieben und die anderen zu essen?

 

Letztlich gibt es weder „Haustiere” noch „Nutztiere”. Alle Tiere sind liebenswürdig. Sie verfügen über dieselbe Bandbreite an Gefühlen wie wir. Sie empfinden Schmerzen, Angst, Trauer, aber desgleichen Vergnügen, Freude und Glück. Kein Tier hat es verdient, ausgenutzt, eingesperrt oder getötet zu werden, damit wir es essen können. Was wir brauchen, ist eine neue, respekt- und liebevolle Sicht auf die Tiere, gerade auf jene, die wir „Nutztiere” nennen. Lasst uns lernen, alle Tiere zu lieben und zu achten und nicht nur einige von ihnen. Wenn wir dies tun, sind wir dazu aufgefordert, weniger oder keine Tierprodukte mehr zu konsumieren. Es ist heute kein Geheimnis mehr, dass es in der Tierindustrie keine glücklichen Tiere gibt. Im Gegenteil, egal ob in der Milch-, Eier- oder Fleischproduktion, überall herrschen erschreckende und grauenhafte Zustände. Unzählige Menschen haben sich daher bereits entschieden, einen vegan-vegetarischen Lebensstil zu pflegen, darunter auch viele prominente Persönlichkeiten. Sie tun dies nicht nur um der Tiere willen, sondern gleichsam für die eigene Gesundheit.

Die tierproduktfreie Lebensweise ist keine Randerscheinung. Es hat sich in der Gesellschaft eine ganze Bewegung herausgebildet, welche eine tierproduktfreie Lebensweise fordert und fördert.

Die vegane Lebensweise ist kein vorübergehender Trend. Es geht nicht um eine Modeerscheinung, welche kommt und wieder geht. Der Veganismus ist die Zukunft. Und sie hat bereits begonnen. Allein in Deutschland leben neben sechs bis sieben Millionen Vegetariern Schätzungen zufolge mehr als eine halbe Million Veganer. Und es werden immer mehr. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Zahl verfünfzehnfacht. Die vegane Bewegung verzeichnet durch alle Bevölkerungsschichten hindurch ein rasantes Wachstum. Immer mehr vegane Supermärkte wie etwa das Veganz entstehen in den Großstädten. Auch konventionelle Supermärkte bieten im großen Stil vielfältige vegane Lebensmittel an. Vegane Kochbücher stehen wochenlang auf Platz Eins in den entsprechenden Verkaufscharts von Amazon. Menschen strömen in vegane Restaurants. Man muss auf nichts verzichten. Vom Schnitzel bis zur veganen Sahnetorte – alles, was der Gaumen begehrt, ist im Angebot. Vegane Interpretationen von nationalen oder internationalen Küchenklassikern stellen kein Problem dar. Aber es geht nicht nur um gutes Essen und ein reines Gewissen. Veganer verändern die Welt. Sie fordern und fördern ein Ende der industriellen Ausbeutung von Tieren. Tiere werden respektiert und wertgeschätzt. Sie werden mit neuen Augen gesehen, als das, was sie sind – empfindungsfähige, liebenswürdige Mitgeschöpfe. Der Trend geht weg von tierischen hin zu pflanzlichen Produkten. Damit verbunden sind ferner Aspekte der Schonung von Ressourcen und der Förderung von Nachhaltigkeit. Veganer tun damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihrer Umwelt etwas Gutes. Machen Sie mit! Entdecken auch Sie die Vorteile der pflanzlichen Ernährung!

 

Es gibt keine „humane“ Möglichkeit, Tiere zu nutzen!

Wo die Ziele von Menschen mit den Bedürfnissen von Tieren in Konflikt geraten, sind die Tiere die Verlierer. Niedrigere Kosten und höhere Profite sind eine starke Motivation, selbst wenn die Absichten anfangs gut waren. Die Frage nach Nutzen und Missbrauch wird sich nur dann erledigt haben, wenn wir die Bedürfnisse von Tieren vorne anstellen, indem wir für eine Welt kämpfen, in der Tiere nur zu ihrem eigenen Zweck leben dürfen.

Neben der „Viehzucht“ sind Biotreibstoffe, Spekulationen auf Grundnahrungsmittel auf dem Finanzmarkt und Agrarsubventionen mit für die Hungerkrise verantwortlich. Die WTO, die Weltbank, der IWF und die EU ruinieren mit ihren Exportsubventionen kleinbäuerliche Strukturen in den Entwicklungsländern. Die dort lebenden Menschen könnten sich mittels regionaler Selbstversorgung selber ernähren, müssen aber für den Export für den Weltmarkt produzieren.

 

Quelle: www.lieben-oder-essen.de