Hühnermist „Gefährlich ?“

Veröffentlicht von Franz am

Auszug aus Video

Dr. Thomas Fein steht besorgt, ja erschüttert vor einem Haufen Hühnerkot. Drei LKW-Ladungen davon wurden am Wegrand in Mehre bei Uelzen abgeschüttet, um in einigen Tagen auf die Kartoffeläcker ausgebracht zu werden. Die Nährstoffe aus dem Kot sollen zurück in den Stoffkreislauf und das Pflanzenwachstum stärken, wie es seit Urzeiten in der Landwirtschaft üblich ist. Doch die drei scheinbar harmlosen LKW-Ladungen Hühnerkot bergen ein höchst modernes Übel, das weiß der Mediziner. Er hat Proben davon in einem Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis bestätigte die Befürchtung: Was da als Dünger auf den Acker soll, ist hochgradig mit Antibiotika-resistenten Eitererregern und ESBL-bildenden Darmkeimen belastet. „Das ist kein Naturdünger mehr, das ist infektiöser Sondermüll!“ schimpft PROVIEH-Mitglied Fein.

Dr. Fein weiß, wovon er spricht. Gemeinsam mit Berufskollegen sichtete er zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und verfasste eine Studie, wie sich resistente Keime aus industriellen Hühnermastställen in der Umgebung ausbreiten.

 

Infobox ESBL

ESBL steht für „extended spectrum beta-lactamase“, auf Deutsch „Beta-Laktamasen mit erweitertem Wirkungsbereich“. Das sind spezielle Enzyme, die bestimmte Antibiotika wie  Penicilline und die modernen Cephalosporine der 3. und 4. Generation unwirksam machen. Die Gene für die Bildung von ESBL liegen auf Plasmiden (kleinen autonom replizierenden DNA-Ringen in Bakterien), die bei Bakterien über die Artgrenzen hinweg übertragen werden können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnte bereits 2011, dass ESBL-bildende Bakterien in Nutztierbeständen stetig zunehmen, dass sie ein ernstes Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen und dass Maßnahmen ergriffen werden sollten, ihre Verbreitung einzudämmen.

Weiterlesen – Quelle:: https://provieh.de/node/11209

 

Hühnermist als Dünger

Hühnermist oder Hühnerkot als Dünger gibt es auch schon in Pelletsform, aber da Hühnermist oft problematisch mit Keimen belastet ist, würde ich dem Hobbygärtner davon eher abraten. Hühnermist an sich ist ein sehr sehr guter Dünger für den Gemüseanbau, aber halt mit Vorsicht zu betrachten. Besonders frischer Hühnermist ist sehr scharf und sollte mindestens 2 Jahre kompostiert werden. Daher eher was für größere Betriebe gedacht.

Quelle:   http://www.balkon-garten.com/bioduenger-fuer-gemuesebeet

 

Hühnermist als Heizmittel

Um anfallenden Abfall bzw. die Nebenprodukte in der Landwirtschaft zu reduzieren und thermisch zu nutzen, wurden bereits Anlagen entwickelt,  die diese Brennstoffe mit niedrigem Ascheschmelzpunkt und hohem Ascheanteil effizient verbrennen können.